Winzerbrief Oktober 2016

Das Jahr neigt sich wieder dem Ende zu – der Herbst ist da.
Die letzten Tage waren geprägt durch seine prachtvollen Farben.

Das Winzerherz kommt zur Ruhe. Der Beginn im Frühjahr war sehr aufregend. Ich durchlitt Höhen und Tiefen in den Weinbergen, am Tag wie in der Nacht. Dann der lange Sommer, Tage mit strahlendem Blau bis zum Horizont aneinander gereiht, wie Perlen auf der Schnur. Diese Lichtwelle übertrug sich in den Herbst hinein bis in Fässer, die jetzt gefüllt sind mit den Gaben der Rebe. „Ich und Maj Britt sind im höchsten Masse zufrieden.“

Eine frohe Nachricht für Geniesser unserer Arbeit und Passion: Frühjahr 2017 gibt es wieder Wein!
-und was für einen: 2016 hat Reife, Frucht und gute Säure.

Winzerbrief Juli 2015

Des isch jetzt aber schnell rumgange” (Allemanisch)

Der längste Tag des Jahres liegt schon wieder hinter uns. Im Winzerjahr ist die Zeit der Rebblüte bereits vergangen. Die Trauben befinden sich jetzt in der Phase des „Hängens”.

Bienefresser mit Libelle in die Reben

Bienefresser mit LibelleArbeitsreiche Wochen waren das, denn durch den Hagel gab es viele Neutriebe, die geheftet werden mussten. Der Hagel hat insgesamt bis zu 40% der Trauben genommen. Somit muss jetzt schon mit einer kleineren Ernte gerechnet werden. Die Qualität hat zu diesem Zeitpunkt glücklicher Weise aber noch nicht gelitten: Es wird spannend werden, wie die Reben die Naturereignisse dieses Jahres im späteren Wein dokumentieren.

junge Falke im Weingut

Nachwuchs gab’s bei unseren Falken, die schon das dritte Jahr bei uns brüteten. Den Jungen bei ihren noch wackligen Flugkünsten zuzusehen ist eine besondere Freude. Auch die Feldhasen konnten vor den Mähern der Stadt bei uns Ruhe finden. Zwei schöne Exemplare hoppeln momentan morgens früh durch unsere Reben.

Auch der Fasan gibt sich ein Stelldichein, seine zwei Frauen konnten einige Küken großziehen. Für die Bienen und Insekten ist der Tisch noch reichlich gedeckt. Das ist auch die Voraussetzung für einen der schönsten Vögel dieser Erde, den Bienenfresser, der zwischen unseren Reben lebt. Wer

Für uns ist die Existenz dieses vielfältigen Lebens in unseren Weinbergen ein großer Lohn und zugleich Ansporn, unsere Arbeit genau so fortzuführen.

Mit besten Grüßen aus Munzingen,
Klaus & Maj Britt Vorgrimmler

 

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